Fautenbach

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Neuigkeiten Lorenz Farm

Brief an unsere Kunden…

Liebe Kundinnen und Kunden,


mit Ihrem Einkauf unterstützen Sie einen regionalen Betrieb. Dafür bedanke ich mich bei Ihnen!


Landwirtschaft erzeugt unsere Lebensmittel und stellt die Nahrungsversorgung der Menschen sicher. Dies galt lange als gemeinsames Ziel von Landwirtschaft und Politik. Die aktuellen bundesweiten Bauern-Proteste möchte ich zum Anlass nehmen, über unsere Anliegen und Herausforderungen zu informieren und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.


Die Rahmenbedingungen unserer Branche haben sich in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert. Leider sind bisher sämtliche Versuche gescheitert, eine gemeinsame Lösung von Politik und Landwirtschaft zu finden. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Borchert-Kommission, welche ihre Arbeit – aufgrund des fehlenden Finanzierungskonzeptes zum Umbau der Tierhaltung hin zu mehr Tierwohl –, eingestellt hat.


Die aktuell angekündigten Sparpläne der Bundesregierung bedeuten kurz- oder mittelfristig das Aus für weitere landwirtschaftliche Betriebe. In meinem Fall bedeutet es die Fortführung meines Betriebs im Nebenerwerb, ohne große Hoffnung darauf, jemals in den Haupterwerb wechseln zu können, was meine ursprüngliche Motivation war, den Hof meiner Eltern zu übernehmen.
Die Liste der Herausforderungen, welche die Landwirtschaft beschäftigen, ist lang: steigende Produktionskosten, sinkende Erzeugerpreise, (intransparente) Herkunftskennzeichnung – vor allem bei weiterverarbeiteten Produkten –, gesetzliche Anforderungen (von der EU über den Bund bis hin zur Landesebene), Bürokratie und Dokumentationspflichten, Wetterextreme, Preisentwicklung von Ackerboden, Subvention großer Agrarkonzerne, Flächenverbrauch (für Wohnungsbau, Tagebau, Industrie), Flächenstilllegung, Grünlandumwandlungsverbot, sonstige (CO2) Steuererhöhungen, Gentechnik usw.


Wir Landwirte wollen und können Teil der Lösung sein! Unser Anliegen ist es, ein weiteres Höfesterben zu vermeiden und endlich einen ergebnisorientierten Dialog für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft mit der Politik zu starten!
Dafür brauchen wir die Unterstützung der Gesellschaft, um unserer aller Zukunft gemeinsam zu gestalten.


Kommen Sie gerne auf mich zu – ich freue mich auf den Austausch.


Johannes Lorenz

Gläserne Produktion in Fautenbach: „Fautenbach – echt scharf“

Bald ist es so weit: Am 24. September findet in Fautenbach die „Gläserne Produktion“ unter dem Motto „Fautenbach – echt scharf“ statt und wir sind zum ersten Mal auch mit dabei!

Natürlich haben wir unseren Hofladen geöffnet, wo ihr unsere selbst hergestellten Produkte kaufen könnt. Neben frischem oder getrocknetem Obst haben wir aktuell auch Marmeladen oder Nudeln aus unseren eigenen Freilandeiern im Sortiment. Außerdem haben wir den ganzen Sommer Kräuter und Blüten getrocknet und daraus feine Ganzblatt-Teemischungen für euch zusammengestellt!


Auch für das leibliche Wohl ist rundum gesorgt: Wir haben das komplette Sortiment an Getränken von alkoholfrei über Bier bis Wein für euch da, zu essen gibt es Bratwurst und vegetarisches Gulasch, bis hin zu Kaffee, Tee und Kuchen sollte für jeden etwas dabei sein.


Natürlich wollen wir euch auch möglichst viele spannende Infos zu unserer Arbeit in der Landwirtschaft mitgeben, neben einer ganztägigen „kleinen Landmaschinenausstellung“ bieten wir folgende Führungen an:
– 14:00 Uhr Freilandgeflügel im Mobilstall
– 15:00 Uhr Stationen der Nussproduktion
– 16:00 Uhr Mischkultur im Obstgarten

Wir freuen uns auf einen spannenden Tag und hoffen, dass es euch gefallen wird!

Rückblick: Ausbau SB Hofladen

Der Wunsch, unsere Produkte direkt an den Endkunden zu vermarkten, war lange gereift. Um einen Hofladen zu eröffnen haben wir jedoch nicht die Zeit, also wird es erst mal ein Selbstbedienungsladen! Der Platz dafür war schnell gefunden: Opa Ottos alte Garage, in der sowieso schon lange kein Auto mehr steht. Dafür haben sich im laufe der Jahre einige „Kostbarkeiten“ angesammelt, welche entsorgt oder archiviert werden mussten.

Danach ging der Spaß aber erst richtig los: Erde abtragen, Bodenplatte rein. Ziegeln runter, Dach abbauen. Bretter runter, Wände abbauen, bis nichts mehr da war… Danach das ganze Material, hauptsächlich Holz, putzen, schleifen, ölen und… in umgekehrter Reihenfolge mit ein wenig Folie hier, ein bisschen Isolierung da und vor allem jeder Menge Herzblut, wieder aufbauen. Gekrönt wird das ganz nun von einer wunderschönen Tür (http://www.menage-a-deux.net/) und einer stielvollen Beleuchtung (https://www.sucher-elektroanlagen.de/.)

Wie macht man einen guten Apfelsaft und warum?

Bei der Herstellung von „Direktsaft“ werden Früchte ohne Verdünnung oder Zuckerzusatz gepresst, für eine längere Haltbarkeit erhitzt und anschließend direkt in die Flasche abgefüllt. Dabei beeinflusst das Herstellverfahren vor allem Aussehen und Konsistenz, der Geschmack kommt beim Direktsaft jedoch nur aus dem Apfel. Um ein ausgeglichenes Aroma zu erzielen können verschiedene Apfelsorten gemischt werden.

Auf der Lorenz.Farm sind wir ständig auf der Suche nach möglichst extensiven und ressourcenschonenden Produktionsmethoden. So haben wir zur Förderung der Biodiversität unsere Äpfel in einer Mischkultur aufgepflanzt und dabei vor allem auf robuste Obstsorten gesetzt, welche weniger Pflanzenschutz benötigen.
Auch im Altbestand reduzieren wir den Pflanzenschutz kontinuierlich, wodurch der Anteil an Obst in Tafel-Qualität sinkt, wofür der Anteil an optisch nicht ansprechendem oder nicht haltbarem Obst steigt. Diese schonend produzierten und geschmacklich hervorragenden Früchte verarbeiten wir nun weiter und machen diese so wieder haltbar, unter anderem in Form von leckerem Apfelsaft…

Hühnerstorch im Anflug…

Liebe Kunden, wir freuen uns sehr über die gute Nachfrage unserer Freilandeier! Es tut uns aber auch mindestens genauso leid, wenn davon nicht genügend vorhanden sind…

Unsere Hühnerherde befindet sich aktuell noch im Aufbau, weshalb wir manchmal ein wenig knapp mit Eiern sind. Im Jahr 2021 haben wir ca. 80 Küken der Rassen Amrock und Schwedische Blumenhühner großgezogen. Wie von der Natur vorgesehen, sind daraus 50% Bruderhähne und 50% Legehennen hervorgegangen.


Im aktuellen Jahr 2022 konnten wir wiederum ca. 90 Küken ausbrütet und werden damit unserer Herde hoffentlich verdoppeln. Damit haben wir nun auch Hühner der Rassen Leghorn, Araucaner und Maran mit in die Herde aufgenommen.

Wie man sieht, ist es nicht ganz einfach aus dem Stand eine ausreichend große Hühnerherde aus Zweinutzungsrassen selbst zu ziehen. Um zukünftig möglichst selten dieses Schild aufstellen zu müssen:

Leider sind die Eier ausverkauft…

Wir legen so schnell wir können…

arbeiten wir weiter mit Hochdruck an dem Ziel, einen geschlossenen Kreislauf zu etablieren, bei dem alle Hühner auf dem Hof gezüchtet werden und lediglich Eier oder das Fleisch der Bruderhähne den Hof verlässt…

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